| -Einem Zirkus gleich, in dem es gleichermaßen um Faszination, Spannung und Emotionen -ausgelöst durch kleine Autos- geht, erfolgte letzten Samstag der 1. HUDOLIN-Cup im Huder BOXENSTOP von Markus Knauer.
9 Teams bereiteten ihre Modell-gewordenen Träume für die insgesamt 7. Auflage eines Youngtimer-Teamrennens nach Trophy-Reglement von Mario Kreim an der 6-Spurigen und 34 Meter langen Bahn vor.
Die neue Renn-Leitung in Hude bemühte sich um einen besonderen Namen. Bei der Namensfindung spielte ihnen regelrecht in die Karten, dass ausgerechnet in Hude von 1890 – 1926 Benzin hergestellt wurde, dass unter dem Namen „HUDOLIN“ verkauft wurde.
Dank an Oliver Sommer an dieser Stelle, der ganz maßgeblich dabei geholfen hat, diesen Begriff gepaart mit einer Idee zu besonderen Pokalen auf beeindruckende Weise umzusetzen!
Gleich 4 Pokale mit Einmaligkeits-Anspruch konnten auf diese Weise im 3D-Druck entstehen.
Ob es dabei bleibt, wird die Zukunft des BOXENSTOP-Renncenters zeigen. Noch gibt es eine Zukunft mit überschaubarem Zeithorizont.
Für Gastgeber Vollmi mit Unterstützer Holger HP war es eine anspruchsvolle Herausforderung, dieses Rennen auf die Beine zu stellen.
Dank grandioser Hilfe aus dem privaten Umfeld gelang ein reichhaltiges und frisches Catering-Angebot für beide Tage. Zudem entschied man sich für eine Zweiteilung, die insbesondere am eigentlichen Renntag möglichst viel Fahrzeit ermöglichte, ohne erst um Mitternacht zu Hause zu sein.
Organisatorisch war es also eine Art Kopie vom Sprotten-Cup von Martin Behrendt. Mit freiem Training und abschliessender Quali am Freitag und BoS-Wahl sowie Rennen in 2 Durchgängen am Samstag.
Besonderheit dabei war, dass durch die Unfahrbarkeit von Spur 5 und 6 die Fahrzeit angepasst wurde. „Versprochen“ waren 72 Minuten Fahrzeit pro Durchgang und Team. Daher bedeutete es dann 18 Minuten pro Spur, die nach 9 Minuten angehalten wurde. -Ein Fahrerwechsel pro Spur ist somit der „HANSEN-Modus“.
Dieser Modus ist (noch) nicht jedermanns Freund und führt nebenbei auch dazu, dass tatsächlich mancher Starter zwar an verschiedensten Rennstrecken startet; aber längst nicht alle Spuren kennt, wenn er im Teamrennen nur ausgesuchte Spuren fährt.
Somit gab es durchaus Stimmen, die nach anfänglicher Skepsis bezüglich des HANSEN-Modus hinterher sogar ansatzweise überzeugt waren.
Qualifikation (60 Sekunden):
1. 5,775 Sek. BSR
2. 5,808 Sek. BOXENSTOP Klassik
3. 5,836 Sek. HKR & SDR
4. 5,866 Sek. MOERE
5. 5,881 Sek. SLOTVISION
6. 5,925 Sek. Die Hessen
7. 5,967 Sek. Grauzone
8. 6,322 Sek. BOSS HOSS
9. 6,382 Sek. Holland
Zwischenstand (Fahrzeit 18 Minuten/Spur 1 - 4):
1. 707,87 R. BSR
2. 706,54 R. HKR & SDR
3. 703,67 R. MOERE
4. 703,53 R. BOXENSTOP Klassik
5. 685,53 R. Grauzone
6. 673,91 R. Die Hessen
7. 664,31 R. Holland
8. 529,20 R. BOSS HOSS
9. Slovision - Aufgabe nach Unfall
Die Teams:
SLOTVISION (Renn-Abbruch)
Mit BoS-Punkten bedachter, wunderschöner in altgelb gehaltener Mercedes SLC wird durch Teamchef Thomas Spicker und seinen Fahrern Dietmar Schmeer und Dirk Neuhaus nach unverschuldetem Unfall noch im zweiten Stint aus dem Rennen genommen. Das Team hatte sich dank guter Reifenwahl mit einer guten Reifenwahl in die vordere Hälfte bei der Quali gefahren. Die angebotene Reparaturpause wurde abgelehnt und Heimfahrt entsprechend früh angetreten.
BOSS HOSS (1191,78 Runden)
Mit plötzlich zum Rennen erschreckend unfahrbarem SLC unglaublich gekämpft. Dabei absolut nicht gewollt leider das Team SLOTVISION sogar mit von der Bahn gerissen. Trotz dieser fast aussichtslosen Situation gekämpft; man weiß allerdings nicht, ob dabei mehr mit Regler oder Auto gekämpft wurde. Fakt ist, dass bei Siegerehrung ein verdientes Lachen nach soviel Ärger und auch Frust bei Joachim Scheffer und Christian Krüger zurück war. Immerhin lief es im 2. Durchgang deutlich besser.
Holland (1334,57)
Am Samstag „wie immer“ angereist sind Louis Tonkes und Marco van Evert. Ihr Porsche 944 war zeitenmässig bei der Musik. Ihr sympatischer Ansatz des Spaß haben wollens hat sie überhaupt am Rennen teilenehmen lassen. Ein weiteres Team, dass sogar seinen Urlaub verschiebt, um dabei zu sein. Garantiert kein Team, dass bewusst andere rauskickt!!
Die Hessen (1360,08 Runden)
„Erst uffpassse – dann drigge“. Das Leitmotiv der Hessen, die gleich mit mehreren Startern in verschiedenen Teams für Spaß und Spannung sorgten. Im Gepäck ein wunderschöner BMW 635 CSi, der gleich 11 BoS-Punkte kassierte und damit verdienter BoS-Gewinner wurde. Allerdings blieb die Pace hinter der Optik zurück; da nutzte auch all die Strecken-Erfahrung insbesondere vom Erbauer Peter Vogt nichts. Gemeinsam mit Teampartner Martin Schmitt demnächst auch in Ardorf beim Youngtimer-Rennen (am 5.9.) am Start. Sie waren besonders heiß auf die Poolmotoren –Ausgabe um 20.00 Uhr… 
GRAUZONE (1382,72 Runden)
Ihr ebenfalls mit BoS-Punkten ausgestatteter Opel GT war nach Carstens eigener Ausssage 1 bis 1,5 Zehntel zu langsam, um ganz vorne mitmischen zu können. Gemeinsam mit Bernie (Kosename aus FSK-Gründen unveröffentlicht) waren sie für die 2. Gruppe irgendwie zu schnell und für die erste zu langsam?! Dennoch mit Spaß und Fairness am Drücker. Wenn man seiner eigene Veranstaltung hinter sich hat, ist „nur fahren“ einfach sehr erholsam. Konnte die Skepsis gegenüber dem Hansen-Modus in Teilen sogar ablegen…
BOXENSTOP Klassik (1415,43 Runden)
Hude-Fans Vollmi und Holger HP hatten mit 911 geplant, der in Kassel bereits zu sehen war. Es wurde schließlich ein Porsche 944, der identisch schnell wie ein alternativer SLC war. Der 911er Porsche wußte so zu überzeugen, dass er spontan noch am Freitag verkauft wurde. Mit ein paar Fehlern zuviel seitens Holger verspielt man glatt einen Podiumsplatz. Und Vollmi glänzte mit unglaublicher Performance auf allen Spuren!
MOERE (1417,77 Runden)
Mit gesundheitlich stark angeschlagenem Teampartner Michael Moes pilotierte Mercedes SLC-Fan Thomas Resch auf den „kleinsten“ Podiumsplatz. Und zollte seinem Partner absoluten Respekt, der sogar sein eigenes Rennen daheim für dieses Rennen ausfallen liess. Gleichzeitig empfand er das Rennen als eines der fairsten, dass er überhaupt bisher bestritten hat. –Schnelle und faire Jungs, die von Runde zu Runde schneller wurden.
HKR & SDR (1419,01 Runden)
Die Silbermedaille ging an Seriengründer Mario Kreim im Doppelpack mit Technik-Genie Michael Sander. Dann noch einen ebenfalls mit BoS-Punkten bedachter Renault Alpine, der einfach schick und fix war. Mit Gelassenheit (Michael) und dem lautesten Handregler-Klackern(Mario) eine super Leistung abgeliefert.
BSR (1428,07 Runden)
Nach nervös-machendem Anruf beim Veranstalter von Timo Bormann noch am Freitag morgen schließlich am Samstag als souveräner und sympatischer Sieger ins Geschichtsbuch eingetragen. Mit Blick auf Tobis Gesundheit wurde schon auf den Kassel-Start verzichtet und hoffte auf den Hude-Start. Um diesen abzusichern bediente man sich der Routine des gemeinsamen Freundes Wolfgang Kottsieper aus Wolfsburg. Der MOMO Porsche 944 war erneut in Summe das schnellste Auto im Feld. Irgendein Abflug? –Dem Redakteur nicht bekannt. Mit Lächeln und freundlicher Coolness zum Sieg.
Dies und Das.
Dank überzeugender Organisation in Stein hatten sich Vollmi und Holger HP einiger Orga-Elemente bedient. Zumal ziemlich ähnlich auch der Ablauf in Kassel als gut bis sehr gut empfunden wurde.
Insofern ist man froh und glücklich, dass auch selbst ohne Strafzeitmodus alle Autos zu 98 % optisch heile in die Motorhomes zurück geschoben werden konnten… Gerade Vollmi kann ein Lied davon singen, dass wunderschön aufgebaute Fahrzeuge am Ende von Rennen nur einen Weg kannten:
In den Mülleimer.
Das ist erfreulicherweise in der Dramatik ausgeblieben.
Für den Veranstalter gilt es für das nächste Jahr in Sachen Spur-Vorbereitung tatsächlich eine andere Strategie zu überlegen. –Dazu exitiert auch bereits eine Idee…
Letztlich hat die Fahrbarkeit von lediglich 4 Spuren dafür gesorgt, dass die verbliebenen 9 Teams in zwei Gruppen fahren konnten. –Für den Hude-Profi war es allerdings schon seltsam anzusehen, wenn bei einer 5er Gruppe auf gelb wieder eingesetzt wurde.
Merkmale des Wochenendes:
-Nachdem die Erkenntnis der Unfahrbarkeit von Spur 5 und 6 auch beim Veranstalter akzeptiert wurde, purzelten die Zeiten alle vom hohen 6er-Bereich in teilweise hohe 5er-Zeiten.
-Spätestens die kurze Probefahrt von Michael Sander mit dem für Stein geplanten Porsche 911 sorgte für Aufsehen. War man schon stolz auf 5,8er-Zeiten, beeindruckte sein Zuffenhausener Renner mit 5,7er Zeiten.
-Zahlreiche Zweikämpfe und faire Überholmanöver dominierten das Rennen.
-Die Runden-Differenzen waren dank des gewählten Modus auffällig gering geblieben.
-Da insbesondere die orange Spur entfiel, war die Zeiten-Dichte auf den verbliebenen Spuren erfreulich hoch. Und selbstverständlich ist auch Spur 3 (gelb) weiterhin DIE Spur für flotte Zeiten. -Wohl dem, der sie im Idealfall als Startspur hat…
-So dicht liegen Freud und Leid mal wieder beieinander. Durch Emotionen ausgelöste Beschimpfungen gegenüber Mitstreitern können durchaus dazu führen, über Club-Austritte nachzudenken.
-Obwohl ein Auto sogar den Fußboden in Hude berührt hat, ist kein Auto ein Totalschaden gewesen.
-Es existieren sogar Stimmen, dass dieses zu den fairsten Rennen zählte, was man bis dahin erlebt hatte.
-Wer Lust auf ganz besondere Pokale hat, sollte sich unbedingt mit Oliver Sommer in Verbindung setzen.
Vielen Dank auch an Matthias Parke alias Haithabu Slotracing, der die Aufsteller gesponsert hat!
Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und Platzierten!!
Herzliche Glückwunsch an Peter Vogt zum BoS-Titel für seien blitzsauberen BMW 635 CSI.
Herzlichen Dank an die Akteure auf- und abseits der Bahn! Zählt man alle Youngtimer-Läufe zusammen, war der 1. HUDOLIN-Cup die 7. Auflage seiner Art.
Gemessen an der (gefühlt) binnen Stunden ausgebuchten Youngtimer-Veranstaltung in Stein ist Teilnehmer-mässig in Hude Luft nach oben. Allerdings muss man bei der Fahrerplatz-Anzahl realistisch bleiben und möchte keinen auf die Bank vor die Türe setzen. Somit ist die Teamanzahl von 17 Teams ohne weitere Zelte oder dergleichen in Hude auch gar nicht möglich. Somit ziehen Vollmi und Holger ein zufriedenes Fazit und hoffen darauf, dass es eine Wiederholung geben kann. Wobei die Unterstützung durch den heimischen Club gerne erhöht werden kann. Schließlich besteht der Club nicht nur aus Vollmi?!
Mit großer Vorfreude auf anstehende Rennen, Urlaub und weitere Vorbereitungen für heute
Keep Racing
Euer Deichkurier
  
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