GT/LM-Serie - 2.Lauf in Duisburg


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Geschrieben von schleichender Schreiberling am 10. Mai 2003 22:20:08:

Hi Folks,

die Duisburger Rennpiste kommt in diesem Frühjahr zu club-übergreifenden Rennen wie die Jungfrau zum Kind ;-)) Bereits zum 2. Male binnen 5 Wochen fand am heutigen Samstag ein „Ausweichtermin“ auf dem 6-spurigen Carrera-Track von Pascal Kissel statt. Da der Mittelgebirgskurz von Friedhelm Gürtzgen leider nicht mehr zur Verfügung steht (große Träne im Knopfloch), gastierte nun auch die GT-/LM-Serie von Werner Bolz und Bernd Michels mit ihrem 2. Lauf in der Rennpiste.
Jedoch hat sich in den zurückliegenden 5 Wochen eine Menge getan und die Duisburger präsentierten einen vollständig umgebauten, um mehr als 4 Meter verlängerten Kurs. Hauptvorteil ist die bessere Erreichbarkeit der Streckenteile und die somit deutlich reduzierte Anzahl an Terror-Phasen. Ein wenig auf der Strecke blieb der Reiz bzw. besser der Fluss beim Befahren des Kurses, welcher sich in der neuen Form als klar gegliedert in einen Hochgeschwindigkeitsteil und ein „Infield“ unterscheidet . . .

Hier ein Blick auf’s „Infield“, auch wenn es eigentlich nicht so „in“ liegt ;-))

Zum 1. Lauf der neuen GT/LM-Rennserie des Wilden Westens kamen letztlich 12 Teams, welche dieses Mal auch alle antraten . . . aber schauen wir uns die Sache doch einmal etwas genauer an . . .


Freies Training - zwei Tage „Action“ . . .
Bereits am Donnerstag - so ulkte einer der Anwesenden - hätte man glatt den 2. Lauf durchziehen können. Die ersten Trainierer standen bereits um 15:00h auf der Matte und am späten Nachmittag war ein rundes Dutzend aktiver Fahrer an der Strecke versammelt. Unglücklich verlief der Donnerstag für das Team Nockemann / Wondel. Das Chassis des Sieger-Audi von Kamp-Lintfort wurde bei einem Unfall (mit anschließendem Flug über die Bande) irreparabel zerstört ! Somit blieb dem Chassis-Chef in diesem Team (Sebastian Nockemann) nichts anderes übrig, als mit Unterstützung durch Reiner Barm quasi über Nacht ein völlig neues Chassis aufzubauen . . .
Ferner überraschte Pascal Kissel, als er am Donnerstag nicht sein geniales Konzept „leichtes Chassis - schwere Karosserie“ als Einsatzauto vorstellte, sondern einen nach klassischen Regeln gebauten Porsche 911 GT2. Der Schleichende war sprachlos und musste flugs die Prognose hinsichtlich des definitiv letzten Teams zurückziehen ;-))

Der Freitag Abend sah dann deutlich weniger trainingswillige Besucher, da zeitgleich die Kölner Ferrari Challenge ein Gastspiel in Schwerte gab, da die Bahn des SRC Köln derzeit für den Publikumsverkehr gesperrt ist. 23 Starter sprechen eine deutliche Sprache und als Nebeneffekt kamen die Schwerter GT/LM-Starter am Samstag Früh mit recht kleinen Augen an, da die Ferrari Challenge bis nach 1:00h dauerte und der letzte Schwerter Jung erst gegen 3:00h ins Bett fiel.

Als am Samstag Früh sowohl Siggi Jung als auch Werner Bolz bereits deutlich vor 9:00h in den Räumen der Rennpiste auftauchten, schauten einige der Anwesenden doch recht erstaunt auf die Uhr !! Siggi gab freimütig zu, dass er noch nie im Leben so früh bei einem Rennen aufgelaufen sei ;-)) Somit ging der inoffizielle Titel „Langschläfer des Tages“ an Ralf Christians und Jörg Rehse, welche nach ausgiebigem Freitagstraining gelassen etwas später aufliefen . . .


Technische Abnahme - Bernd Michels geht stempeln . . .
Die technische Abnahme lag wieder in Händen von Bernd Michels, in Motorfragen unterstützt vom Kofferträger Werner Bolz, der ansonsten aber mit der Concours Wertung alle Hände voll zu tun hatte. Bernd war am heutigen Tage ein richtig armer Kerl. Nachdem er in Kamp-Lintfort noch zahlreiche Starter grinsend zur Nachbesserung zurück in die Boxen schicken durfte, konnte er Heuer KEIN einziges Slotcar bemängeln und wird sich wohl künftig arbeitslos (besser arbeitssuchend) melden müssen - aber wir finden schon noch einen Job für ihn . . . ;-))


Concours Wertung - Aufwärtstrend . . .
Die umfassenden Erläuterungen von Werner Bolz haben Früchte getragen und so manches Team rückte ihm mit einem deutlich verbesserten Slotcar auf den Hals. Damit musste Werner das Gros der Concours Wertungen noch einmal durchführen, da eigentliches jedes Team noch ein paar Punkte gefunden zu haben glaubte ;-))
Wie bereits angedeutet, hat Andreas Leben die Zeit genutzt und den „Tuffi“ 911 GT3R komplettiert. 30 Punkte strebte er an - 29 sind es letztlich „nur“ geworden, da der Arbeitsplatz von Werner unglücklicherweise in der Sonne lag und so ein Tik zu wenig Hochglanz von ihm attestiert wurde. In der Kamp-Lintforter Dunkelkammer wäre das nicht passiert, Andreas ;-)) Tagesrang 2 ging mit 28 Punkten an den Schleichenden, der eine komplett neue Bugatti-Karosserie aufbaute, um zu reglementskonformen Radläufen zu kommen ;-)) Werner meinte "tröstend", dass noch 1 Punkt mehr drin sei, wenn die Hinterachse etwas mittiger im Radlauf stünde; aber dann weist der EB110 so langsam Gruppe 2 Spurweite auf ;-)) Sebastian Nockemann und Marcel Wondel verbesserten den LMM Audi R8 auf 26,5 Punkte und Rang 3 im Concours. Und mit Ausnahme eines nicht mehr rechtzeitig fertig gewordenen Slotcars konnten Heute alle gestarteten Slotcars 20 und mehr Punkte verbuchen.
Fazit: Die ausführlichen Erläuterungen von Werner in K-L bewirkten eine deutliche Verbesserung vieler Slotcars, sodass sich das optischen Niveaus noch einmal deutlich anhob.

Porsche 911 GT3 „Tuffi“, gebaut von Andreas Leben - Platz 1 im Concours (29 Punkte)


Qualifying - Tote Hose . . .
Das Qualifying entfiel und die Startgruppen wurden gemäß der Gesamtwertung nach dem ersten Lauf bestückt. Dies gefiel Siggi Jung und Uwe Zingel nicht so recht, da sie ihren Streicher bereits in K-L genommen hatten und somit (reichlich orientierungslos) in der schwächeren Startgruppe antreten mussten. Auch die zwei Duisburger Mannschaften starten als Neueinsteiger automatisch in dieser Gruppe.


Rennen - . . .
Letztlich fanden sich 12 Teams ein, sodass exakt 2 Startgruppen gefüllt werden konnten. Es fehlten sämtliche Kamp-Lintforter Teams und auch die Mannschaften aus Sachsen und Norddeutschland traten in Duisburg nicht an. Ferner fehlte das Schwerter Team Uhlig/Weber aufgrund eines Trauerfalls. Die Renndistanz wurde entsprechend auf 6 * 15 Runden festgelegt, sodass nach der verkürzten Laufzeit in K-L das erste Mal so richtiges Langstrecken-Feeling aufkam.

Die erste Startgruppe sah das Team Jung / Zingel mit dem Bugatti EB110S von Beginn an deutlich in Front. Sie fuhren - verglichen mit den restlichen Teams - in einer anderen Welt. Letztlich sammelten sie 575,47 Runden ein, wobei Uwe noch einen recht lustlosen Eindruck machte. Deutlich dahinter etablierten sich Bickenbach / Vorberg (Porsche 911 GT1 - 548,69 Runden), zwei weitere Routiniers aus F.R.A.-Zeiten. Die Beiden mussten erneut (wie in K-L) eine Reparaturpause einlegen, als sich nach einem Crash der Diffusor gelöst hatte (-6 Runden). Sicher auf Rang 3 dieser Startgruppe bewegten sich Fischmann / Nowicki, 2 Duisburger Junioren, die bereits vor 5 Wochen in der Gruppe 2, 4 und 5 für Aufsehen gesorgt hatten. Die nach dem Duisburger Cup-Reglement vorbereitete Corvette konnte allerdings den Speed der 2 vorgenannten GT-Autos einfach nicht mitgehen (540,74 Runden). Dahinter platzierte sich das 2. Duisburger Team Feller/Kissel mit dem Porsche 911 GT3 und 510,29 Runden. Das war deutlich mehr, als sich Pascal ursprünglich vorgenommen hatte ;-)) Diesen Zweien fehlte ein wenig Training sowie die Abstimmung, mit welcher Beide klargekommen wären. Ein weiteres Corvette Team (Schütz/Silva-Wittfood, 489,81 Runden) kreuzte auf Platz 5 die Ziellinie. Die Corvette lief deutlich besser als in K-L . . . und lag auch deutlich weniger auf dem Dach . . . aber dennoch war gegen die restlichen Cracks nicht mehr auszurichten. Der letzte Platz in dieser Startgruppe blieb schließlich für Fischer/Hohaus, deren Ferrari F40 noch nicht so ganz fertig geworden war. Zudem fehlte Jörg Fischer’s Stamm-Co, sodass spontan der gänzlich ungeübte Mark Hohaus den 2. Regler bediente. Jörg’s Aufholjagd auf Spur 1 reichte schließlich nur zu 484,12 Runden; aber weitere 5 Rennminuten hätten ihm mutmaßlich gereicht, den C5R doch noch einzuatmen ;-))

Die zweite Startgruppe sah dann die Führenden in der Gesamtwertung am Start, soweit diese halt anwesend waren ;-)) Der Start der Gruppe verzögerte sich um ca. 15 Minuten, weil ein Unbekannter die Anschlusskabel des Reglers von Sebastian Nockemann mit dem Messer durchtrennt hatte und diese erst Instand gesetzt werden mussten.
Auf der schnellsten Spur 1 legten Nockemann/Wondel mit dem Audi R8 gleich mehr als 5 Runden Abstand zwischen sich und die Zweiten Bolz/Michels, die mit dem BMW V12 knapp eine Runde vor Christians/Reese mit Courage C52 lagen. Werner Bolz rechnete bereits zu diesem Zeitpunkt seinen Rückstand zum Rennende aus ;-)) Stephan Bolz (Team Bolz/Weber, 911 GT1) fehlten auf der schlechten Spur 6 ca. 3 Runden auf seinen Vater und das S²-Team lag eine weitere Runde zurück, konnte aber die Concours-Winner Fischer/Leben um fast 5 Runden abhängen. Wirklich bemerkenswert war, dass dieser 1.Heat durch KEINE Terrorphase unterbrochen wurde . . . In Heat 2 drehten Christians/Rehse den Spieß um und verwiesen Bolz/Michels auf Rang drei, während sich die Rundenabstände auf den anderen Positionen lediglich vergrößerten. Derweil traten die Jungs der ersten Startgruppe INFAS bei und rechneten bereits die möglichen Rundenergebnisse durch und die sich für sie daraus ergebenden Positionen. Insbesondere Jung/Zingel durchbrachen mehrfach die Dreisatz-Schallmauer . . . und kamen immer wieder zu demselben niederschmetternden Ergebnis ;-)) Somit waren die Positionen deutlich bezogen und erst als der Porsche 911 GT1 von Bolz/Weber Probleme mit der Stromaufnahme bekam, ergab sich wieder ein kurzes Stühlerücken: in Heat 5 zog der Schleichende an Stephan vorbei und konnte knapp 4 Runden Vorsprung gegen den lahmenden GT1 herausfahren. Der Junior-Schleichende Jan sollte dann auf Spur 6 die Nase des Bugattis vor SteBolzen’s 911er halten - so der Plan . . . aber es war kein guter Plan; der GT1 lief urplötzlich wieder wie in seinen besten Zeiten und lag bereits nach der Hälfte es Heats wieder auf Rang 4 in dieser Startgruppe ;-)) Zwischenzeitlich legten Nockemann/Wondel ein 5-ründige Reparaturpause ein, da die Fronthaube einen Riss aufwies, was aber lediglich dazu führte, dass Ihr Sieg mit 601,29 Runden etwas weniger deutlich ausfiel. Etwa 8 Runden zurück liefen Christians/Rehse ein (593,12 Runden) und mit 581,15 Runden schafften Bolz/Michels einen sicheren 3. Platz. Auf Rang 4 schoben sich (O-Ton Zingel: bestes geschlossenes Auto, bester Bugatti, bestes Auto mit roten Felgeneinsätzen, beste . . .) Jung/Zingel aus der ersten Startgruppe. Der Abstand zu den Renn-Fünften Bolz/Weber (560,33 Runden) war dann wieder recht groß. Das S²-Team auf Rennplatz 6 (555,10 Runden), Bickenbach/Vorberg (1.Startgruppe) und Fischer/Leben (541,51 Runden) komplettierten die Top-8.


Audi R8 „Champion“, Nockemann/Wondel - Platz 1 im Rennen, Platz 3 im Concours
In der Endabrechnung inkl. Concours Wertung drehten Schaffland/Schaffland dem Team Bolz/Weber sowie Fischer/Leben dem Team Bickenbach/Vorberg eine Nase und verbesserten sich durch das Mehr an Concours-Punkten um je einen Platz. Weitere Verschiebungen ergaben sich nicht.

Die Gesamtwertung weist den Audi R8 von Sebastian Nockemann und Marcel Wondel mit 190 Punkten als Führende aus. Ralf Christian und Jörg Rehse belegen mit 165 Punkten Rang 2. Dahinter rangieren Werner Bolz und Bernd Michels mit 143 Punkten. Es folgen das S²-Team sowie Fischer/Leben.


Dies und Das . . .


In diesem Sinne
SrS


P.S.: Die Ergebnisse des Tages findet Ihr wie immer in den "Rennserien West" . . . die Fotos für die Galerie sind ebenfalls entwickelt und die Termine sollten a jour sein . . .







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