Vintage Slot Classic - Bericht zum 4. Lauf


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Geschrieben von Nick Speedman am 02. Mai 2003 14:59:09:


am 26.04.03 bei Fa. Ortmann in Kottenheim


Hi Folks,

nach einem traumhaften April trafen sich am letzten Samstag die vernarrten Vintage Slot Racer zum vierten Lauf bei Michael Ortmann in Kottenheim. Und diesmal, das sei vorweg genommen, gab es einen allen überragenden Jugendlichen, der die drei Einzelrennen für sich entschied.

Der Berichterstatter reiste über die Rheinschiene, auch lapidar B42/B256 genannt, zum Veranstaltungsort. Diesmal waren die Freunde aus Schwelm vor uns da, und hatten neben dem Honda 800 im Fahrerlager ihre Reisekoffer bereits geöffnet. Das Frühstück stand schon bereit, aber das Kribbeln im Finger war stärker. Und so wird vor der ersten Tasse Kaffee eine Reihe von Spuren mit den vorbereiteten Fahrzeugen abgefahren und eine innere Beurteilung abgegeben. Nach Außen gibt man sich cool und berichtet von einer ausgewogenen Streckenführung, auf dem das eine oder anderen Fahrzeug nur so liegt.

Mit Brötchen und einer Tasse Kaffee in den Händen betrachtet man dann in aller Ruhe die vielfältigen Vitrinen mit den wirklichen Vintage Slot Cars und schätzt sein Budget im Portmonee für die notwendigen Einkäufe gegen die zu betrachtenden Verlockungen ab.


Das Fahrerlager füllte sich in der nächsten Stunde und neben der Freude auf das Wiedersehen gesellten sich Prognosen und Erwartungen. Schnell ist vom Hausherrn der 3 Minuten Trainingsintervall eingestellt und alle Spuren werden lebhaft befahren. Mal Formula gegen GT schmal usw.


Fahrerkollege Taffy hatte diesmal einen Lancia Ferrari D50 mit allen Finessen an den Start gebracht. Das nächste Formula Projekt ist nach meinen Informationen seit Montag in der Entstehungsphase.

Auf Empfehlung von Michael Ortmann wurde diesmal mit die Bahnspannung auf 11,5 Volt festgelegt. Dies ist für die Carrera Schienen sicherlich ein guter Kompromiss zwischen noch ausreichender Beschleunigung und weichem Bremsverhalten. Während der Rennphase beschränkten sich Aus- und Abflüge der Fahrzeuge auf wenige Streckenbereiche, sodass einige Einsetzer über eine lange Phase dem Geschehen folgen konnten.

Nach Eintreffen der üblichen Ehrengäste und der Fahrer aus dem Nachbarclub in Höhr konnte die Fahrzeugabnahme durch Thomas Willner,
zügig beendet werden. Die Einteilung der Stargruppen wurde dem Berichterstatter übertragen. Diesmal war es nicht kompliziert, da der Anteil Fahrzeuge, die einen Doppelstart hinlegen müssen, erfreulich zurückgeht. Einzig Alexander Ortmann wünschte mit dem gleichen Fahrzeug vor seinem Vater zu starten; wegen der Frische der Reifen.


Rennen Formula

Die erste Stargruppe bestand diesmal aus 7 Fahrern, die mit großem Elan in die erste Runde gingen. In der zweiten Kurve vor Start und Ziel wurde durch eine gewisse Uneinigkeit über die Spurbreite das Feld der Fahrzeuge entzerrt. Somit konnten die folgenden Runden mit größerer Gleichmäßigkeit absolviert werden. Michael Ortmann und Dirk Wolf überrundeten jetzt das Feld in jedem Heat, um mit 113,82 und 111,40 Runden einzulaufen.

In der zweiten Startgruppe stand das Rheinland mit vier Fahrern am Drücker. Westfalen wurde durch Uwe Pfaffenbach und Thomas Willner vertreten. In den ersten drei Runden wiederholte sich die Prozedur wie bei der ersten Startgruppe. Durch leichte Ausritte der Mitbewerber, konnte der Berichterstatter erst mal in Führung gehen. Dies ließ sich Peter Hartmann nicht bieten und holte im 2. Heat auf. Alexander Ortmann konzentrierte sich und blendete die Umwelt aus, um jetzt alles klar zu machen und in Führung zu gehen. Thomas Willner konnte seinen W 163 immer wieder in den Kampf um den zweiten Platz einbringen. Im letzen Heat war noch nichts entschieden, aber Peter Hartmann und der Berichterstatter fuhren auf Ihren Spuren parallel zu einander. Von hinten näherte sich Alexander O. zur nächsten Überrundung. Kurz nach Start/Ziel beendete die Stromabschaltung den Kampf und der Berichterstatter rollte mit der größten Wegstrecke 112,12 aus. Der Ferrari D 50 von Peter Hartmann bremste schon bei 112,06 Runden. Leider wollte sich Peter über seinen vierten Platz mit dem Drittplazierten Ingo Heimann nicht richtig freuen. Der Doppelsieg errang die Fam. Ortmann und die ersten sechs Plätze gingen an das Rheinland.



das Chassis von Taffy’s D50 besteht aus einem zum Inliner umgearbeiteten Schöler Fahrwerk. Zu beachten ist die Motorhalterung aus Kupfer und die Fortführung der Fahrerbemalung auf dem Motor.


Rennen Sports, bis 62mm

Aber es kam noch besser. Die Klasse „Sports, bis 62 mm“ hatten diesmal 17 Starter ihre Nennung eingereicht. Damit konnten 3 Startgruppen gebildet werden. Lediglich fünf Porsche Modelle waren an den Start gegangen. Vier Jaguars hielten dagegen und der einsame Ovali – Käfer von Frank Koll bekam durch Thomas Vössung einen zweiten Mitstreiter.

Die erste Startgruppe ging auf die Reise die mit drei Jaguars und zwei Ferraris bestückt war. Bald setzte sich eine Dreiergruppe ab, aus der sich der spätere Sieger Alexander Ortmann herauslöste und kurz vor der Startampel mit 119,90 Runden auslief. Alexander Ehl konnte sich mit seinem Jaguar XKSS mit 114,30 bis ins Ziel vor Günther Martini 114,08 Runden behaupten. Gratulation an Alexander Ehl für das persönlich beste Saisonergebnis in dieser Klasse.

Aber in der zweiten Startgruppe hatte Dirk Wolf wohl den Vorsatz getroffen, die Rundenzahl von Alexander Ortmann zu erreichen. Und beinahe wäre dies geglückt, aber mit 119,89 Runden stellte sich das knappste Ergebnis des Tages ein. Da wirkte Michael Ortmann mit 118,45 Runden schon fast abgeschlagen.

Die dritte Startgruppe, bestehend aus den führenden in der Gesamttabelle, beäugten sich wohl zu sehr untereinander. Hierbei wurde wohl verpasst Speed aufzubauen, um an die bislang Führenden heranzufahren. Mit 113 – 114 Runden konnten nur Plätze belegt werden. Durch den Einsatzwillen der Gaststarter konnten wieder die ersten 6 Plätze durch das Rheinland belegt werden.


Rennen Sports, bis 75mm

Auch in dieser Klasse fuhren 17 Starter um die Krone. Aus den 3 Startgruppen konnte sich jeweils einer für die ersten drei Plätze qualifizieren. Wobei die Fam. Ortmann sich diesmal deutlich absetzte und mit 122,45 Runden eine Meßlatte für eventuell folgende Jahre auflegte. Uwe Pfaffenbach war der beste nicht Ortmann, wenn auch mit Ortmänner auf der Hinterhand des Ferraris SWB. Die nächsten 5 Platzierungen bewegten sich alle in den Runden 116 – 117.

Mit dem dritten Platz konnte Uwe Pfaffenbach die Führung in der Gesamttabelle auf 72 Punkte ausbauen. Die Verfolger liegen schon 12 Punkte zurück.


Dies und Das

Gruß aus Düsseldorf

Ingo





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