Siegburg; der Bericht


Slot/Scaleracing Forum


Geschrieben von DSC Euregio am 28. Januar 2024 21:17:42:

Hallo Freunde der Euregio,
die Erinnerungen sind noch frisch, die Motoren und Reifen noch lauwarm und der Rauch der letzten "Donuts" nach der Siegerehrung noch nicht verweht. Also rann an den Rennbericht.
Zuerst ein Titel, der das Wochenende treffend beschreiben könnte. Wie wäre es mit: "Pleiten, Pech und Pannen"?
Nein, das käme einigen guten fahrerischen Ergebnissen nicht gerecht. Vielleicht wäre: "Wo Licht ist, ist auch Schatten" treffender? Nö, gefällt mir auch nicht. Ich hab´s: "Die Dicke Berta rief und viele kamen"
Der erste Lauf in der Saison der Euregio wird seit Jahren traditionell in Siegburg ausgetragen. So auch dieses Jahr. Leider haben die Kollegen aus der HC ihren ersten Lauf auch auf dieses Wochenende gelegt, so dass unser aller geschätzter Kölner Jogginghosenträger Dirk in Martinsthal antrat. Nach Absprache mit einem der Verantwortlichen werden wir das nächstes Jahr besser machen. Versprochen!

Erstaunt war ich, dass am Freitag bereits 8x Fahrer zum ausgiebigen Training an der Bahn waren.
Die Bahnbetreiber hatten einige Kurven erneuert und Litzen ausgetauscht. Kurven konnten so noch schneller durchfahren werden. Mangels Grip wurde etwas Glue aufgetragen und nach kurzer Zeit purzelten die Zeiten.
Ich glaube so gegen 22.3o haben die letzten Fahrer den Bahnraum verlassen und sich auf den Heimweg gemacht.

Samstag Vormittag. 17 Starter an der Bahn! Für Euregio Verhältnisse schon ein recht volles Starterfeld.
Schauen wir uns die Protagonisten doch mal genauer an und bilden kleine Gruppen.

1. Die Bahnbetreiber:

An erster Stelle sei Jan Dürholt erwähnt. Vielleicht wissen es noch nicht alle, aber Jan ist nicht nur selbstständiger Fliesenleger mit viel Verantwortung für Mitarbeiter und Familie, sondern auch Betreiber des Slot Club Cronenberg in Wuppertal. Die Bahn wird u. a. von der DSC Euregio genutzt und erfreut sich großer Beliebtheit.
Jan wird seit Jahren immer sicherer und schneller. Ein guter 3. Platz in der Klasse 1 sind Beleg. Leider Pech in der Klasse 2. Stromprobleme verhinderten ein Platz auf dem Treppchen.

Weiter geht´s mit Micha Kaltenpoth. Auch Micha ist selbstständig und betreibt und unterhält, ebenfalls wie Jan, so nebenbei eine Rennbahn, auf der wir spielen dürfen.
Leute, vielleicht muss man das mal gesondert erwähnen. Die beiden haben, natürlich wie in anderen Regionen auch, das unternehmerische Risiko und stellen uns eine Möglichkeit zur Verfügung unser Hobby zu betreiben.
Das ist keine Selbstverständlichkeit! Das verdient Respekt und Dank!
Über Micha muss man nicht viele Worte verlieren. Seit Jahren räumt er einen Sieg nach dem anderen ab. So auch an diesem Wochenende. Nach heftigen Kampf mit Daniel in der Klasse 1 und vielen schnellen Runden in Klasse 2 mal wieder der Gesamtsieg!

2. Die Neueinsteiger und Rückkehrer:

An erster Stelle sei David Keller aufgeführt. Papa von Tom und immer bereit auch mal den Regler in die Hand zu nehmen. Fährt vorsichtig, umsichtig und versucht das geliehene Material heil ins Ziel zu bringe. Mich fasziniert wie viel Zeit er für das Hobby seines Sohnes opfert. Eigentlich der falsche Begriff. Ich denke mit seinen Kindern ein Hobby zu teilen oder es zu unterstützen ist kein Opfer, sondern Vaterliebe.

Marcus Schneider kenne ich noch aus alten Siegener Zeiten. Lange war er in der Versenkung verschwunden. Aber seit geschätzt 11/2 Jahre taucht er immer wieder auf und spielt mit. Zuerst mit schweren Deckeln aus dem Anfangsjahren, aber inzwischen auch mit leichteren Karossen. Marcus ist einfach nicht zu überhören. Mit einer Stimme, die zu einem Budenbetreiber auf dem Obstmarkt passen würde, hält er uns zum Lachen. In Klasse 1 ein paar Abflüge zu viel. In Klasse 2 ging es schon viel besser voran.

Markus Bergemann treibt sich seit 2022 in der DSC "rum". Kam eigentlich aus der Moosgummi-Szene, aber hatte keine Mühe sich an die DOW-Reifen zu gewöhnen. Markus ist einer der wenigen Alleskönner, der nicht nur Karosserien laminiert, lackiert, Decals zeichnet und druckt usw. usw. Privat steht er auf BMW, in Siegburg mehr auf Chevron. In Klasse 1 mit gutem Ergebnis, haderte er in der Klasse 2 mit dem Grip oder der Spannung. So genau konnte ich das nicht verfolgen.

Christian Wamser, von allen nur Wombel genannt; in der Mitte zu Hause; schaut immer mal wieder bei uns vorbei. Ausgestattet mit leichten und schnellen Fahrzeugen aus der Mitte, waren 2x 5. Plätze das Ergebnis seiner Bemühungen. Christian ist gut und sicher unterwegs. Respekt!

Björn Körner ist auch erst seit 11/2 Jahren wieder dabei. Ich kenne ihn noch als kleinen Bub aus dem Siegener Keller. Inzwischen selber Papa freue ich mich immer, wenn er Zeit findet mit uns zu spielen.


3. Die alten Hasen:

Richard Hahmeyer ist seit vielen Jahren auf den meisten Bahnen zu Hause. Tritt nicht nur in der Euregio an, sondern auch im Norden, Westen, in der HC, Pan Americana...Ich schätze Richtchi sehr. Er ist ein hilfsbereiter Mensch mit Humor und Witz. Seit 2x Jahren ist er Concours Richter im Westen; hilft aber immer wieder gerne auch in der Euregio aus. Danke dafür. In Klasse 1 wurde die bewährte Corvette eingesetzt; toll finde ich den Matich S4, den Richard in der Klasse 2 auf den 9. Platz pilotierte

Udo Jindrich hat die Ruhe weg. Freitag Training wird überbewertet! Erst am Samstag kurz vor dem Qualifying wurden die ersten Runden gedreht. Wenn ich es richtig verfolgt habe, war Udo nur einmal neben der Spur.
Gutes Mittelfeld in beiden Klassen

Udo Müller wird auch immer schneller. Toll! In der Klasse 2 lieferten wir uns rundenlang ein faires Kopf-an-Kopf-Rennen, ohne den anderen zu behindern oder rauszuwerfen. Am Ende hatte er sich den Grip besser eingeteilt und konnte sich über einen verdienten 3. Platz freuen.

Harry Weijermans, unser Limburger Freund, durfte sich über den BOS in der Klasse 2 freuen. Ein tolles Modell. Schaut es Euch in der Galerie an. Ein dufter Typ, unser Harry. Hilfsbereit und rücksichtsvoll.
Zu erwähnen sei noch, dass er mit wenigen anderen die Bahn in Urmond betreibt und unterhält. Die monatlichen Kosten werden von wenigen Schultern getragen. Man könnte sagen Harry lebt für sein Hobby.

Karl Roggendorf ist eine Kölsche Frohnatur. Liebt und sammelt Slotcars. Eine echte Bereicherung für jede Veranstaltung. Seit kurzem Belgier. Wegen der Pommes? Man weiß es nicht...Wenn die Kondition reicht, immer für eine Überraschung gut. Gut ging auch der 908er. Probleme in der Klasse 1. Aber ein endgeiler Commodore. Solche Modelle brauchen wir auf der Bahn!

Daniel Drangusch, Chefe der DSC West ist auch einer der Tausendsassa. Laminiert und lackiert Karossen für sich und für viele, die fragen. Fräst Fahrwerke, formt Urmodelle und druckt Kleinteile. Akribische Vorbereitung ist sein Metier. Die Boliden werden immer schneller und liegen wie das sprichwörtliche Brett.
Leider wurden am Wochenende beide Karossen beschädigt, so dass nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Laune nach unten gingen.

Micha Knippschild ist auch einer der Wenigen, die immer da sind, wenn eine helfende Hand gebraucht wird. Ob Rennleiter oder sonstige Orgathemen. Auf Micha kann ich immer setzen. Das ist überhaupt so ein Kapitel, welches bei vielen Rennberichten zu kurz kommt.
Habt Ihr, werte Leser, überhaupt eine Vorstellung wie viel Freizeit Matthias Parke, Jürgen Schulz, Daniel Drangusch. Andreas Schweikhardt, Jörg Gleitsmann und ich mit einer Saison oder einer Veranstaltung haben??
Termine finden, Clubs kontaktieren, Vorberichte schreiben, Concours durchführen und dabei die Nerven behalten, Rennleiter machen, technische Abnahme durchführen, Bilder von Rennautos machen, Rennergebnisse eintragen, DSC-Seite pflegen, Preise für Verlosung kaufen, DM organisieren, Abstimmungen und und und...
Wie gerne nehmen wir die (freiwillige) Hilfe von Euch an, um eine Veranstaltung über die Bühne zu bringen und dabei Euer Hobby zu unterstützen!!
Wie oft muss ich beobachten, dass Teilnehmer, nach dem Zahlen des Startgelds, sich aus allem raus halten und weder als Einsetzer oder Rennleiter aushelfen! Der eine oder andere mag jetzt gähnen oder denken, was will der Kasper von mir, aber die Qualität einer Veranstaltung wird von allen beeinflusst und getragen!

Bevor ich es vergesse. Micha Knippschild ist zwei tolle Rennen gefahren und wurde verdient 2. im Gesamtklassement

4. Die jungen Wilden:

Tom Keller ist einer der jungen Wilden. Hauptsächlich im Westen am Start oder bei Rennen in Heiligenhaus beheimatet. Immer einen Spruch parat, aber hilft gerne bei der Rennleitung aus. Mit Material von Micha Kaltenpoth ausgestattet beweist er, dass er in ein paar Jahren zu den Topp Fahrern gehören wird.

Nils Dürholt wird mit Material von Papa Jan ausgestattet. Frech und unbeschwert, wie die Jugend sein sollte.
In Siegburg leider mit vielen Abflügen, die auch zu Beschädigungen von Karosserien anderer geführt haben.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, die sich auch die Jungen Wilden zu Eigen machen sollten. Die Modelle in der DSC werden mit viel Herzblut, Zeit, Liebe und Kosten erstellt. Schnellere Fahrer, die sich von hinten nähern, lässt man vorbei ziehen und versucht nicht ohne Sinn und Verstand dagegen zu halten. Wenn man in einer Kurve 6x hintereinander rausfliegt und dabei andere abräumt, versucht man spätestens beim siebten mal etwas langsamer zu fahren.

Dank an die Veranstalter des Siegburger Clubs
Dank an alle, die sich für das Gelingen der Veranstaltung verdient gemacht haben
Gute Besserung denen, die am Wochenende verhindert waren.

Hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt und Ihr nehmt davon etwas ernst.
Wir sehen uns

Hanko Völkel



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