Youngtimer Trophy in Hude / 1 Bericht - 2 Versionen


Slot/Scaleracing Forum


Geschrieben von Deichkurier am 07. Juni 2022 13:38:04:

Youngtimer-Trophy zu Gast in Hude am 03. + 04.06.2022

Der Bericht – 2 Versionen

Version 1: (Greta-Version)

Qualifikation:

1. ROWdy (Dirk Woicke & Christian Himstedt; Mercedes SLC) – 6,067 Sek.
2. HKR (Michael Sander & Christian Janssen; Nissan 300 ZX) – 6,097 Sek.
3. 9-sixty-7 (Holger HP & Joachim Janssen; Mercedes SLC) – 6,136 Sek.
4. VollmiRacing (Vollmi & Carsten L.; Porsche 944) – 6,156 Sek.
5. Team Unger (Michael & Felix; Porsche 914/6) – 6,220 Sek.
6. Slotracing Kassel (Bernie & Jürgen K.; Ford Capri) – 6,326 Sek.
7. TwoGenerations (Jens & Yannick Ruske; Ford Escort Mk.I) – 6,560 Sek.
8. Der Kleine/Große (Markus & Stephan; Porsche 911) – 6,577 Sek.
9. FastSteveRacing (Stephan Große & Sven Biermann; Nissan Skyline) – 6,612 Sek.

Ergebnis nach 120 Minuten:
1. 1108,29 R. - Team 9-sixty-7
2. 1090,61 R. - Team HKR
3. 1083,89 R. - ROWdy
4. 1083,14 R. - VollmiRacing
5. 1077,38 R. - Der Kleine/Große
6. 1066,32 R. - FastSteveRacing
7. 1061,89 R. - Slotracing Kassel
8. 1047,70 R. - Team Unger
9. 1030,14 R. - TwoGeneration

Ergebnis nach 240 Minuten
1. 1114,88 R. – Team 9-sixty-7
2. 1089,31 R. – Slotracing Kassel
3. 1087,82 R. – Der Kleine/Große
4. 1083,17 R. - VollmiRacing
5. 1080,82 R. - ROWdy
6. 1077,22 R. – Team HKR
7. 1069,32 R. – Team Unger
8. 1052,13 R. - FastSteveRacing
9. 1040,18 R. – TwoGeneration

Endergebnis:
1. 2222 R. – Team 9-sixty-7
2. 2167 R. – Team HKR
3. 2166 R. – VollmiRacing
4. 2164 R. – Der Kleine/Große
5. 2163 R. – ROWdy
6. 2150 R. – Slotracing Kassel
7. 2118 R. – FastSteveRacing
8. 2116 R. – Team Unger
9. 2070 R. – TwoGeneration

Version 2: (Für Interessierte)
Der Countdown läuft: fünf – vier -drei – zwei – eins… - 6 von 9 Rennboliden warten gespannt auf das Schwenken der Startflagge…
Dazu gab es vorab ein Lob vom Vater-Sohn Team aus Hamburg. „Jedes Auto ist deutlich zu erkennen; alle sind schön gebaut.“ -So das eindeutige Lob von Jens, der sich über den tollen Modellbau begeistert zeigte. -Nicht irgendwie verunstaltete oder zu Rennzwecken „ver-designte“ Karossen, sondern toll gestaltete Modelle. Die auf unterschiedlich langen Wege zur 3. Auflage des Huder Langstreckenevents transportiert wurde. Von ursprünglich 10 gemeldeten Teams verblieben 9, die diese noch immer schöne 34 Meter-6-Spur-Bahn aufsuchten. -Die einen etwas früher, die die anderen teilweise sogar erst am Samstag.
Was man beim Aufschliessen am Freitag gegen 18 Uhr vorfand? Von 6 Spuren 2 „schlafend“… Oder auch Eisbahnen auf Spur 5 (grün) und 6 (orange). Die geringe Fahrzeit von nur wenigen Fahrern aus den letzten Monaten – aus bekannten Gründen – sorgte für entsprechende Verhältnisse, die über fleissiges Fahren versucht wurden, bestmöglich auszugleichen. Zumal gerade Spur 6 auch im Bestzustand nie die Lieblingsspur von irgendeinem Fahrer wird…
Im Laufe des Trainings-Abends purzelten die Zeiten auf allen Spuren. Die 7 vor dem Komma fiel irgendwann selbst auf den Spuren 5 und 6. Hier wußte das Team Der Große/Kleine in Person von Markus und Stephan kurz nach Erscheinen schon mit souveränen 6,3er und 6,4er Zeiten auf gelber Spur rasch zu beeindrucken. -Richtig gelesen; auf gelber Spur. Diese ist im Gegensatz zu vielen anderen Bahnen keine Außenspur, sondern DIE Spur schlechthin.
Weiß – rot – gelb – blau - grün – orange; für alle "Hude Nichtkenner".
Im Gegensatz zur 2. Youngtimer-Auflage 2019 hatte man sich in diesem Jahr durch die Team-Anzahl für eine Gruppe entschieden, so dass alle Spuren zu fahren waren. Eine Aufgabe, die das Zeitmess-System Bepfe leider nicht vollumfänglich gut erfüllte. Ohne Rennleiter-Bedienung unterbrach es in beiden Durchgängen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zur Überraschung aller den Stromfluss.
Während Escort, Capri, 911, 914/6, SLC , Skyline, Scirocco und ZX fleissig trainierten, wurde parallel DTSW-Zukunft für den Norden festgeschrieben. Extra aus Wolfsburg angereist war Olli „Shuschu“ und DTSW-Serienchef, um mit anwesenden DTSW-Fahrern ein neues Reglement zu erarbeiten. Welch toller Einsatz vom Serienchef, der nun in wenigen Wochen das frische Reglement veröffentlichen wird.
Runde um Runde kam der angenehme zu fahrende und unverändert Glue-freie Kurs „in“ die Regler-Hand der anwesenden Slotfans. -Die Spuren 5 und 6 zeigten sich noch immer leicht „frosty“, waren aber vielmehr durch die Aus- und Einfahrt ins Omega die fahrerische Herausforderung(neben den anderen Punkten).
Wenn Vollmi und Joachim anfangen ernst zu machen, wird es fix und fixer. Waren auf der gelben Referenzspur mittlerweile schon häufiger 6,2er Zeiten zu sehen, hatte Vollmi sich klar ne 6,1 vorgenommen. Eine Zeit, die ein an Coolness nicht zu überbietender Michael Sander vom SRC Ostfriesland mit Capri und auch Nissan ebenfalls erreichte. -Coolness deswegen, weil keiner derart locker mit lediglich einer Hand am Regler und einer Hand in der Tasche so fixe Zeiten fährt.
An beiden Tagen herrschte ausgelassene und fröhliche Stimmung. Frei von „hätte-hätte-wenn; meiner-zuerst“ usw. war es spürbar, wieviel Fahr-Laune bei allen vorhanden war. Das dazu passende Einstiegsbild lieferten die Kasseler Jungs Bernie und Jürgen. Über die Landstraßen anreisend waren sie so pünktlich in Hude, dass Zeit für Abschlussarbeiten am wunderschönen Einsatz-Capri blieb (war ja nur die „Hochzeit“). Der graue „Blitz von Kassel“ in Form des Nissan 280 ZX blieb schließlich im Motorhome.
Gutes Wetter – passend zur guten Stimmung – herrschte an beiden Tagen.
Wenn man so will, war Markus Bergemann Renn-Transporter. Ohne ihn wären weder Slotzubehör, noch Fahrzeuge, noch die Poolmotoren vom Serienchef Mario nach Hude gekommen. Dieser musste sich leider aus familiären und organisatorischen Gründen gegen einen Hude-Start entscheiden.
Während ausgerechnet der stets piekfein bauende und flinke Markus mit beiden gezogenen Poolmotoren nicht wirklich zufrieden war.
Die unverändert turbulenten Zeiten machten sich auch in kurzfristigen Zu- und Absagen bemerkbar. Während Mario fernblieb, sagte Team HKR sehr kurzfristig zu. Michael Sander und Janssen Junior, alias Christian, beeindruckten mit performtem Capri und frisch gekauftem Nissan 300 ZX.
Ausserdem nach Kassel auch wieder am Start in Hude war FastStevRacing. Stephan und Sven testeten gleich 3 Fahrzeuge, bis man sich dann gegen Audi und auch den ganz frischen 911 entschied und den bewährten Nissan Skyline einsetzte.
Auch Team 9-sixty-7 war bereits Freitag angereist. Aber nur, weil sich noch nie eine so schnelle und auch ansehnliche Möglichkeit hatten. Der echt schicke blaue 43er AMG Kombi von Neu-Mitglied Christian Himstedt wußte nachhaltig zu beeindrucken… -War das etwa der Schlüssel zur erfolgreichen Titelverteidigung? -Sicherlich weniger. Vielmehr ein stimmiges Gesamtpaket bestehend aus zwei piekfein gebauten und technisch einwandfrei funktionierenden Neu-Fahrzeugen, die von bekennenden Hude-Fans pilotiert wurden. Nach soviel Erfolg in mit dem Alfa fühlte sich Holger HP gegenüber Joachim in der Pflicht, „auch mal“ was Performantes über die Wintermonate zu bauen. Der silberne Mercedes SLC war schon kurz in Kassel gesichtet worden. Mit Blick auf Hude aber zurück ins Motorhome gestellt worden. In Hude beeindruckte das Auto beide von Anfang an, während bei der Generalprobe in Ardorf wenige Tage vorher das so nicht zu erwarten war.
Vollmi konnte als Technik-Verantwortlicher keine wesentlichen Beanstandungen zur Wagenabnahme feststellen.
Bei der anschliessenden Quali erfolgte dann ein Überraschungsmoment vom Heimascari Dirk. Bis dahin eher mit Catering und Organisation beschäftigt, gab er seinem „Honorar-Fahrer“ Christian Himstedt die Möglichkeit zur ausgiebigen Probefahrt von Opel GT und Mercedes SLC. Dirks langjähriger Slotkollege Guido hatte sich schlicht „ver-organisiert“. Er selber brannte dann „mal eben“ 6,067 ins MDF. -BAMM; das hat gesessen: Pole-Position.
Heimascari auf weißem SLC von Spur 1 ins Rennen gegen Titelverteidiger Joachim als Startfahrer auf gelber Spur… -und alle anderen! 😊
Startschuss…
Beide SLC stürmen los, als gäbe es kein Morgen. Mit nagelneuem SLC aus Ostfriesland auf gelber Spur löste Joachim als erster die lichtgesteuerte Zeitmessung aus. Ganze 2222 Runden und ca. 6,5 Stunden später blieb es dabei. - Mit unglaublichen 55 Runden Vorsprung gelang eine erfolgreiche Titelverteidung vom Team 9-sixty-seven. Für die Technik-interessierten sei erwähnt, dass ein Ortmann-Chassis montiert war, dass an diesem Tag mit 55er Reifen und einem unfassbaren Poolmotor besser nicht sein konnte.
Guckt man sich die gesamte Ergebnistabelle an, spricht das Ergebnis Bände von vielen Zweikämpfen, die auch für die Einsetzer spannend waren. Zum Glück blieben alle Autos weitestgehend heile. Die Halbzeit-Pause konnte zum Schleifer-Tausch und zur Sichtkontrolle genutzt werden. Auch Übersetzungsänderungen wurden durchgeführt.
Nach der Pause wurde gemäß Zieleinlauf vom 1. Durchgang gestartet.
Während VollmiRacing und HKR ihre Positionen behaupteten, tauschten die SLC die Spuren.
Auf in die zweite Rennhälfte. Im Bewußtsein, dass Heimascari Dirk nun auf gelber Spur startete, fing Holger HP mit 17 Runden Vorsprung auf weisser Spur „natürlich“ verhalten und abwartend an. Dass es im Verlauf der ersten 20 Minuten auf einmal reichte, den weißen SLC gleich zweimal zu überrunden, war einfach nicht zu erwarten. Ab da war es schlicht eine Disziplinfrage an beide Fahrer, sich höchstens selber zu schlagen. War die erste Hälfte wirklich schon sicher und fix, konnte dieses sogar nochmal gesteigert werden. -Als wenn sich der Motor frei drehte…mit bis zu 1 bis 1,5 Zehntel Verbesserung auf allen 6 Spuren.
Guckt man sich Rundenzeit und Fahrzeit aller 9 Teams an, war man binnen 5 Zehnteln an ermittelter Durchschnitts-Rundenzeit beieinander. Schade nur, dass ausgerechnet Vollmi an diesem Tag so im „Ärger-Film“ unterwegs war, dass er den zwischenzeitlich schon nicht mehr vermuteten dritten Platz selbst 2 Tage später noch nicht realisiert hatte. Wenn man seine Erfahrungen vom vorherigen Rennwochenende und das im Moment als viel zu groß empfundene Nerven-Paket kennt, ist die „ich brauche erstmal ne Pause“-Reaktion verständlich.
Zusammenfassend kann auf faire, tolle und spannende Rennstunden zurück geblickt werden. Dirk zeigte sich in der anschliessenden Siegerehrung zurfrieden und verteilte Urkunden und Sieger-Sekt.
Herzlichen Glückwunsch geht an alle Teilnehmer und herzlichen Dank an Dirk, Guido und Michael für superleckeres Catering und sehr angenehme Gastfreundschaft.
In der Hoffnung auf ein Wiedersehen der Youngtimer-Fans in Ardorf am 03.09. (statt eines DTSW-Langstreckenlaufes) und Neumünster am 24.09. verbleibe ich für heute mit einem sehr passenden Motto der sympatischen Ruske-Junx: DABEI SEIN IST ALLES. superprost

Keep racing
Euer Deichkurier



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