DTM 2002/03 - 2.Lauf in Duisburg


[ Slot/Scaleracing Forum ]


Geschrieben von schleichender Schreiberling am 03. November 2002 00:29:05:

Hi Folks,

heute fand nach 5-wöchiger Pause der zweite Lauf zur DTM Serie, ausgerichtet von Bernd Michels, statt. Nach dem Auftaktrennen in Schwerte stand der zweite Durchgang in der Rennpiste in Duisburg auf dem 6-spurigen Carrera-Track auf dem Programm. Das ist somit das zweite überregionale Rennen binnen einer Woche auf der 30m-Bahn von Pascal Kissel.


Freies Training am Donnerstag . . .
Für den Donnerstag hat Pascal ein freies Training ausgerichtet, zu welchem dann gleich ein gutes Dutzend Slotracer (i.e. also mehr als die Hälfte der Belegschaft) auflief. Mit einer Träne im Knopfloch trat sogar Uwe Zingel an, der am Freitag für eine Woche in Urlaub „musste“ und so keine Chance auf die Rennteilnahme hatte. Dafür verankerte er gleich in beiden Klassen traumhafte Rundenzeiten im Computer, an welchen sich die anderen Frei-Trainierer die Zähne ausbissen.
Nachdem viele der Teilnehmer den runden Duisburger Kurs bereits in der Woche zuvor ausreichend gefahren hatten, konzentrierten sich die Arbeiten vorwiegend auf die Ermittlung der optimalen Übersetzung, wobei sich hierbei bis zum Ende hin keine eindeutiges Stimmungsbild bildete ;-))


Training, Abnahme und Concours
Im Training wurden noch einige Reifentests gefahren und die Uneinheitlichkeit hinsichtlich der Getriebeabstimmung wurde ebenfalls zementiert. Somit gingen die Slotcars letztlich mit mehr bis zu 4mm Unterschied in der Formel Wegstrecke / Motorumdrehung an den Start, was hinsichtlich der Ermittlung der „besseren“ Philosophie einen spannenden Rennverlauf versprach ;-))

Da Uwe Drevermann verhindert war, führte Werner Bolz die Concours Wertung durch und kam ebenfalls zu salomonischen Bewertungen. Schön ist, dass es zu keinen Unstimmigkeiten hinsichtlich Werners Beurteilung kam und so die Concours Wertung zum zweiten Mal absolut spannungsfrei verlief (hierher gehört eindeutig ein kleiner Zwinker an die Kollegen der BLMS) !
Leider waren in der kleinen Klasse keine „schöneren“ Slotcars als in Schwerte zu bewundern, sodass Jan Schaffland seine Spitzenposition mit 23 Punkten verteidigen konnte. Rang 2 ging - wie schon in Schwerte - gemeinsam an Stephan und Werner Bolz sowie an Marcel Wondel. Allerdings ist festzuhalten, dass einige Slotcars erst im halbfertigen Zustand präsentiert wurden und so für den dritten Lauf in Köln durchaus noch Hoffnung auf bessere Ergebnisse besteht ;-)
In der großen Klasse brachte Friedhelm Gürtzgen mit dem Mercedes CLK das erste 30-Punkte Auto an den Start (vgl. Foto). Jan Schaffland konnte - ebenfalls mit dem CLK - gleichziehen, sodass Jörg Stephan mit dem Opel Astra V8 dieses Mal nur Rang 3 blieb. Schade nur, dass Friedhelm das gute Concours Ergebnis nicht im Rennen wiederholen konnte, da er plötzlich und unerwartet eine private Verpflichtung wahrnehmen musste. Somit musste der CLK in den Boxen bleiben und HaJü kam ebenso plötzlich und unerwartet zu einem Engagement auf dem Gürtzgen BMW M3 in der kleinen Klasse.

Die technische Abnahme lag in den bewährten Händen von Bernd Michels. Bernd musste zwar einige Neu-Teilnehmer kurzfristig zum Schrauben zurück schicken, hatte aber ansonsten keinerlei Probleme zu vermelden.


Qualifikation
Die Qualifikation sah - wie immer - wieder ein paar Prominenten Stürze ! Dieses Mal erwischte es in der kleinen Klasse (schon wieder) Nezih Durukanli, der bereits in Schwerte beim Zählen durcheinander kam. Auch die Herren Körner, Schaffland (Jan) und Stephan waren kurz auf Abwegen. In der großen Klasse ließ Werner Bolz zur Abwechslung mal die Unterseite seines Daim Mercedes sehen, was ihm prompt den letzten Startplatz einbrachte - um so einen umgekippten Daimler Chrysler wieder auf die Räder zu stellen, braucht’s halt seine Zeit ;-))

Ach ja, Bestzeiten wurden auch erzielt: die kleine Gruppe sah Stephan Bolz vor Werner Bolz und Marcel Wondel. Stephan und Werner trennten nur 1 Hundertstel (7,882 bzw. 7,892 Sek.), wohingegen Marcel mit 7,993 Sek. schon ein sattes Zehntel von der Bolz Family entfernt war ;-)) Alle anderen Racer überschritten in ihrer Chaos Runde dann schon die 8 Sekunden.
In der großen Gruppe konnte Marcel Wondel den Spieß umdrehen und platzierte den Calibra auf Rang 1 (7,676 Sek.) vor Stephan Bolz mit 4 Hundertsteln Rückstand. Denn dritten Rang belegte überraschend der Kölner Junior Thomas Nötzel vor Ralf Christians und dem ebenfalls überraschenden Björn Körner als bestem Nicht-Calibra-Fahrer.


Klasse 1 (bis einschließlich Vorbildbaujahr 1991) - „Ich trinke Jägermeister weil . . . “
Bei einem Doppelstart waren letztlich 18 Fahrzeuge der alten DTM bis 1991 am Start. Das ergab saubere 3 Startgruppen und man einigte sich auf 6 * 4 Minuten Startzeit. Immerhin mischten sich 2 Toyota Supra und 2 Mercedes 190 in das ansonsten reine BMW Starterfeld, wobei der 635 CSi wiedereinmal von exakt der Hälfte aller Teilnehmer eingesetzt wurde. Ganz verschwunden waren dieses Mal die Ford (Sierra / Mustang) und natürlich auch der Zingel’sche Jaguar.
Letztlich barg die kleine Gruppe hinsichtlich des Ergebnisses wenig Überraschungen. Die sieben ersten Starter der Qualifikation waren auch auf den ersten sieben Plätzen im Rennen zu finden. Dass allerdings der Spitzenreiter nach 24 Minuten Werner Bolz heißen würde, hatten die Wenigsten erwartet. Die meisten Anwesenden hatten SteBolz und Marcel Wondel ganz oben auf ihrem Tippschein ;-)) Während alle Augen auf dem spannenden Duell zwischen Marcel und Stephan ruhten, schlich sich Werner quasi auf der Außenspur an den beiden Streithähnen vorbei und legte bis ins Ziel 0,6 Runden Sicherheitsabstand zwischen sich und die Verfolger (vgl. Foto). Anschließend haderte er noch mit sich, dass er auf den zwei schnellsten Spuren je einmal abgeflogen sei. Will wohl heißen, dass der Abstand eigentlich viel größer hätte gewesen sein sollen ;-)) Somit war das Treppchen recht kontrastreich Orange - Blau - Orange besetzt . . . für alle, die hinsichtlich konkurrenzfähiger Decalvarianten spekulieren: mit Jägermeister M3 vor Eterna 635 CSi und Jägermeister 635 CSi.
Schön, dass sich auf den Rängen 4 und 5 ein Mercedes 190 (Siggi Jung) und eine Toyota Celica (Ralf Christians) platzierten und dem BMW Markenpokal ein wenig Würze gaben. Schade nur, dass für Siggi das Bahnbauen in Schwerte und die nächtlichen Ausflüge mit dem Nachbarn (oder der Nachbarin ???) derzeit wichtiger sind, als die Komplettierung der Slotcars. Damit büßt er bei jedem Start wertvolle Concours Punkte ein, denn der 190er hat sicherlich das Potenzial zum Klassenbesten ;-))
Im Mittelfeld balgten sich dann die BMWs um die Plätze. Den Reigen führte Mr. NASCAR himself (Manfred Stork) als Gast- und Doppelstarter auf dem Durukanli CSi und Rang 8 an. Dahinter ging es dann teilweise äußerst eng zu zwischen Jan Schaffland (CSi / 165,87), Bernd Michels (325i / 165,21), HaJü Eifler (M3 / 164,76), Hans Quadt (CSi / 164,74) und Nezih Durukanli (CSi / 163,17).

Die Gesamtwertung nach 2 Läufen sieht Stephan und Werner Bolz punktgleich auf Rang 1, dahinter dann Marcel Wondel auf Rang 3 und Jan Schaffland auf dem vierten Platz. Rennserien Chef Bernd Michels ist derzeit auf Platz 5 verdrängt. Da die Serie in diesem jahr erstmals ein Streichergebnis zulässt, hat die Gesamtwertung derzeit wenig Aussagekraft und mit einigen „Erdrutschen“ ist wohl noch zu rechnen ;-))


Klasse 2 (ab Vorbildbaujahr 1992) - „Junioren vorn . . . “
Nach 18 Startern in Schwerte waren in Duisburg 22 Fahrzeuge genannt, von welchen letztlich 21 zum Rennen antraten. Die Opels bildeten wie üblich die Majorität (9 Calibra / 3 Astra), gefolgt von 7 Mercedessen (5 C-Klasse / 2 CLK) sowie immerhin 3 Alfa 155.
Nachdem die Schlagzeile in Schwerte schon „Calibra, Calibra über Alles !!“ lautete, wäre heute eigentlich eine Steigerungsform des Slogans angebracht . . . nur wie lautet die ??? Der beste Nicht-Calibra war erst auf Rang 8 zu finden und der letzte Calibra lief bereits auf Platz 13 ein . . . dominanter geht’s kaum !!
Mit Thomas Nötzel, der bereits in Schwerte mit einem dritten Platz überraschte, ist ein neuer Name auf dem obersten Treppchen zu vermelden. Knapp dahinter (0,25 Runden) belegte Marcel Wondel Rang 2 (vgl. Foto). Die zwei Junioren hatten sich das gesamte Rennen über beharkt und Thomas konnte erst kurz vor Schluss Marcel passieren. Die 3. Position ging an Siggi Jung, der kurzfristig den Alfa in die Box geschoben hatte und ebenfalls einen Calibra an den Start brachte - hinsichtlich entgangener Concours Punkte, Bahnbau und NachbarInnen vgl. Text in Klasse 1 ;-)) Unglücklich bis empört war SteBolz ob des vierten Ranges, da er zum Einen in Abwesenheit von Uwe Zingel möglichst viele Punkte hamstern wollte und sich andererseits sicher in Führung wähnte. Die Rundentabelle des PC zeigte letztlich ein anderes Bild und die Ursache konnte im Verlauf nicht hinreichend geklärt werden. Die Zeitnahme wurde anschließend permanent überprüft; es konnten aber keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Hinter Stephan als drittem Junior lief dann der „Oldie“ Bernd Michels auf Rang fünf ins Ziel ein.


Die Gesamtwertung nach 2 Läufen sieht ebenfalls zwei Punktgleiche auf Rang 1. Hier lauten die Namen Stephan Bolz und Thomas Nötzel. Den dritten Rang hat wieder Marcel Wondel inne. Chef Michels und WeBolz komplettieren die ersten Fünf.


Dies und Das . . .
Nach der Information kommt wie immer am Ende des Berichtes die Wertung:


In diesem Sinne
SrS


P.S.: klar gibt's die aktuellen Ergebnisse sowie den Gesamtstand wieder in den 'Rennserien West' !!






Antworten:


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